SHIATSU  Weiterbildung 2024


 
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Begleitende Hände -  Einführung und Aufbau   

Akupressur in der Arbeit mit alten, schwerkranken und sterbenden Menschen

mit Susanne Supplieth 

Mitfühlende Berührung ist die ursprünglichste Art und Weise durch die wir unterstützend und beruhigend auf Menschen einwirken können. Akupressur bietet die Möglichkeit, ergänzend zur medikamentösen Behandlung, positiv Einfluss auf verschiedene Symptome zu nehmen. Hintergrund: Auf Grundlage der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) und deren Sichtweise auf den Menschen werden Zusammenhänge zu den verschiedenen unten aufgeführten Symptomkomplexen vermittelt. Schwerpunkt des Kurses ist die praktische Arbeit.  Dadurch erfahren die Teilnehmer*innen die Wirksamkeit der Akupressur auch am eigenen Leib. 


 

Basistag - Teil 1

  • Allgemeine theoretische Einführung in die Akupressur: Qi, Leitbahnen, Punkte, Funktionskreise

  • Praktische Einführung in das Konzept „Begleitende Hände“, Berührung und Intention. Allgemeine, einfache Punkte zur Symptomlinderung bei: Angst, Unruhe, Schmerz, Kreislaufinstabilität, Übelkeit

  • Dauerstimulation von Fernpunkten, Qi wecken (Lagerung)

  • Intensives Üben mit dem Ziel, diese Punkte sicher in den Pflege- und Betreuungsalltag zu integrieren

 
Basistag Plus - Teil 2
 
nach dem Konzept „Begleitende Hände“ anknüpfend an den „Basistag 1“, werden wir uns zunächst über

die gemachten Erfahrungen austauschen, Fragen klären und wenn nötig, Punkte wiederholen.

Anschließend werden verschiedene spezifische Punktkombinationen zu folgenden Symptomen erlernt:

  • Atemprobleme
  • Verschleimung
  • Verstopfung
  • Durchfall
  • Dauerstimulation diverser Fernpunkte

Intensives Üben mit dem Ziel diese Punkte sicher in den Pflege- und Betreuungsalltag zu integrieren und Angehörige anzuleiten.

Termin: 16.03.24 Basis/ 17.03.24 Basis Plus

jeweils 10-17.30
 
Kosten: 250 Euro*                                                                                                           
 
Leitung: Susanne Supplieth Su Supplieth
 
Physiotherapeutin seit 1982, integriert seit 2004 medizinische Akupressur und Qi Gong in ihre physiotherapeutische Arbeit. 2007 besuchte sie einen Hospizkurs zur Begleitung schwerkranker und sterbender Menschen und nahm 2010 an einem weiterbildenden interdisziplinären "Palliative Care“ Studium an der Universität Bremen teil. Aktuell arbeitet sie freiberuflich in Bremen mit neurologisch Erkrankten, Schmerzpatient*innen und begleitet physiotherapeutisch Schwerstkranke und Sterbende.
www.mediakupress.de
 
 
 
 
Innere Techniken - die Qualität der Berührung im Shiatsu
 
mit Wilfried Rappenecker/ Hamburg

Die Qualität von Berührung hängt in erster Linie von dem inneren Zustand der behandelnden Person ab, und hier besonders von dem Maß an innerer Freiheit, die sie in ihrer Praxis erreicht hat. Wie weitgehend kann sie aus ihrem Inneren Raum heraus handeln, im Gegensatz zu einem Handeln aus der Peripherie, die sich z.B. in den Spannung der Schultern und der Muskulatur manifestiert?

Die eigene Entwicklung in diesem Sinne kann durch bestimmte Übungen der Aufmerksamkeit gefördert werden. Es sind dies meist recht einfache Übungen wie man sie ähnlich auch aus dem Stillen Qi Gong kennt. Sie erfordern etwas Disziplin und Beharrlichkeit, will man sie in einer Shiatsu-Behandlung für länger als nur für ein paar Atemzüge einsetzen.

Für solche Übungen der gerichteten Aufmerksamkeit habe ich den Begriff „Innere Techniken“ geprägt. Zum einen nämlich wendet sie der Praktizierende still im Inneren an, von außen ahnt nur der geübte Beobachter, dass der Praktizierende sich innerlich ausrichtet. „Techniken“ nenne ich sie, weil sie wie physische Shiatsu-Techniken gezielt eingesetzt und präzise durchgeführt werden sollten, und weil sie eine deutliche Wirkung in der Behandlung haben.    

Es wird viel Zeit geben, um die in diesem Seminar gezeigten Inneren Techniken zu üben und in das eigene Shiatsu zu integrieren. Das ist hoch spannend. Nach diesem Kurs wird das Shiatsu verändert sein und die Teilnehmer nehmen Techniken mit nach Hause mit, mit deren Hilfe sie die Qualität der eigenen Berührung und ihrer Behandlungen deutlich verbessern können.

 

Für Absolvent*innen und Fortgeschrittene ab dem letzten Ausbildungsjahr!

Termin: 31.05.-2.06.2024W R

               fr/sa 9.30-18.00, so 9.30-17.00

Kosten: 375 Euro*

Leitung: Wilfried Rappenecker 

Facharzt für Allgemeinmedizin, Gründer und langjähriger Leiter der Schule für Shiatsu Hamburg sowie über viele Jahre Leiter der Internationalen Shiatsu Schule Kiental, Initiator und 4 mal Direktor der Europäischen Shiatsu Kongresse Kiental, Schweiz. Mitbegründer der Gesellschaft für Shiatsu in Deutschland, GSD. Autor, Ko-Autor bzw. Herausgeber von bisher sieben Fachbüchern und zahlreichen Fachartikeln zu Shiatsu.

www.wilfriedrappenecker.eu 

 

 

Regulation und Resilienz des Nervensystems fördern -
Shiatsu und die Polyvagale Theorie nach Steven Porges

mit Meike Kockrick/ Hamburg

Regulation beschreibt die Fähigkeit, aus einer inneren Anspannung und Unruhe in größere
Gelassenheit, Stabilität und körperliche Homöostase zu wechseln. Im Gegensatz dazu, würde eine Kompensation den Stress nicht reduzieren sondern nur weniger spürbar werden lassen.
Die Kompensation von Stress macht unzufrieden, müde und langfristig krank. Außerdem ist die Fähigkeit zur Selbstregulation ein Schlüsselelement in der Behandlung traumatischer Belastungen.
 
Als Resilienz bezeichnet man die Widerstandsfähigkeit des Nervensystems. Sie unterstützt die
Fähigkeiten sich unter schwierigen Umständen beruhigen, aber auch Nähe und tiefe
Verbundenheit zulassen zu können. Dazu braucht man Innenwahrnehmung und die Fähigkeit
mit der Aufmerksamkeit bei angenehmen inneren Prozessen verweilen zu können.
 
Dieser Kurs vermittelt Shiatsu- Praktizierenden woran Selbstregulation erkennbar ist, wie sie
durch Shiatsu genährt und die Resilienz des Nervensystems gefördert werden kann.
So können die Zyklen von Aktivierung und Regulation bei sich selbst und Klienten erkannt und
in Richtung einer besseren Reorganisation unterstützt werden.
Dies wird durch eine ressourcenorientierte und körperbezogene Gesprächsführung begleitet.
 
Die Polyvagale Theorie nach Steven Porges ist ein neueres, westliches Erklärungsmodell der
Funktion des vegetativen Nervensystems, das in der komplementären Medizin immer größere
Bedeutung gewinnt. Es verdeutlicht, wie die biologischen Abwehrreaktionen von Kampf,
Flucht und Erstarrung reguliert werden können.
 
Während die Traditionelle Chinesische Medizin die Einheit von Körper, Geist und Seele in
Form von Wandlungsphasen beschreibt, betrachtet die Polyvagale Theorie diese Einheit aus
der Sicht des autonomen Nervensystems. So entstehen zwei, sich ergänzende Blickwinkel auf
den/ die Klient*in, die für Diagnose, Behandlung und das beratende Gespräch genutzt werden
können.
 
Kursinhalte:
•  grundlegendes Verständnis von Selbst- und Co- Regulation und der Resilienz des
   Nervensystems
•  unterschiedliche Tiefe und Geschwindigkeit in der Berührung, um entweder Regulation zu unterstützen
    oder Resilienz zu fördern
•  Polyvagale Theorie und ihre Bedeutung für Shiatsu in Bezug auf
        o die innere Ausrichtung der Behandlerin / des Behandlers
        o die Behandlung von Brustkorb, Nacken, Gesicht und des ventralen Vagus
        o das Hara und die Behandlung des dorsalen Vagus
        o die Qualität der Berührung im Shiatsu
•  ressourcenorientierte und körperbezogene Gesprächsführung
•  Resonanz im Shiatsu
 
Für Absolvent*innen und Fortgeschrittene ab dem letzten Ausbildungsjahr!
 

Termin: 25.-27.10. 2024Maike Bild

fr/ 10-18.00, so 10-17.00           

Kosten: 375 Euro*  

Leitung: Meike Kockrick / Hamburg

GSD anerkannte Shiatsulehrerin, Shiatsu Ausbilderin GSD
Sie lebt und arbeitet als Heilpraktikerin mit Shiatsu und Somatic Experiencing (SE) in Hamburg. Lehrerin u.a. in der Shiatsu Schule Hamburg. Zusammen mit Wilfried Rappenecker ist sie Koautorin der Bücher "Atlas Shiatsu" und "Fälle aus der therapeutischen Shiatsu-Praxis".
www.kockrick-shiatsu.de

 

Shiatsu an der Liege

Shiatsupraktiker*innen bietet die Arbeit an der Liege einerseits eine Abwechslung, anderseits bei Kniebeschwerden die Möglichkeit, Shiatsu weiterhin auszuüben.
Für Klient*innen mit Bewegungseinschränkungen, für ältere, kranke, schwache Menschen und solche, die Mühe haben sich auf den Boden zu legen, ist die Liege eine willkommene Alternative.

Alle bereits gelernten Methoden des Shiatsu, die am Boden selbstverständlich sind, können auch auf die Arbeit an der Liege übertragen und eventuell abgeändert werden.

In diesem Kurs geht es darum, auch an der Liege einfache Zugänge zu allen Meridianen zu finden.Ulrike Freund

Wir probieren unterschiedliche Behandlungstechniken und Behandlungspositionen aus, um eine

effektive Arbeit an der Liege zu erlernen.

 

Shiatsu an der Liege stellt eine große Bereicherung für die Shiatsu Arbeit dar!

 

Termin: 6.-7.12.2024

              fr 17- 21.00 Uhr, sa 10 - 18.00 Uhr 

Kosten: 210 Euro*

Leitung:   Ulrike Freund – Leiterin der Shiatsu Schule GSD in Bremen

 

 

*Info zur Kursgebühr:
10 % Ermäßigung für GSD Mitglieder
bei Anmeldung und Zahlungseingang
bis 4 Wochen vor Kursbeginn

Die Weiterbildungen stehen allen Shiatsupraktiker*innen
und fortgeschrittenen Schüler*innen ab letztem
Ausbildungsjahr ihrer Shiatsu Ausbildung offen.

Tutorien/ Supervision:

Unterricht in Kleingruppen mit 3 - 5 Schüler*innen; besonders effektiv und unterstützend für den eigenen Shiatsu Lern-, und Wachstumsprozess.
Es kann gezielt auf individuelle Bedürfnisse und Fragen eingegangen werden.

  • Behandlung einer Mitschülerin oder eines Mischülers unter Supervision
  • Individuelle Haltungskorrektur, Hilfestellung
  • konstruktives Feed - Back, Fallbesprechungen

Kosten: 80 Euro pro Schüler*in


 

Weiterbildungsordnung der GSD

Die Weiterbildungsordnung erhält den von der GSD garantierten Qualitätsstandard der anerkannten Shiatsu-Praktiker*innen und -Lehrer*innen und schreibt ihn fort, als öffentlich kontrollierbares Kriterium für Qualitätssicherung und professionelle Entwicklung.

Gesamtziele:
Selbstverantwortung der Kolleg*innen für Ihre professionelle Weiterbildung einladen und fördern kontinuierliche Professionalitätsentwicklung und -steigerung der Kolleg*innen (besonders in den ersten Praxisjahren) anregen, begleiten und überprüfen
Qualitätsaussage bezogen auf die GSD - Anerkennung angemessen sichern und verantworten, professionelle Weiterentwicklung von anerkannten Mitgliedern der GSD dokumentieren und sichtbar machen


Weiterbildung Shiatsu-Praktiker*in (GSD)

Nach erfolgter Anerkennung als Shiatsu-Praktiker*in (GSD) sind in den ersten sieben Praxisjahren mindestens 120 Stunden (a 60 Min.) professionsbezogene Weiterbildung nachzuweisen.

Zu solchen Maßnahmen gehören shiatsubezogene Weiterbildungskurse und Praxisberatung/Supervision bei und mit erfahrenen Shiatsu-Praktiker*innen (GSD) und Shiatsu-Lehrer*innen (GSD) ebenso wie shiatsuunterstützende Fortbildungen.

Mindestens 60 Stunden im Bereich Shiatsu-spezifische Fortbildung, sowie fünf Stunden persönliche Supervision in der Funktion Shiatsu-Praktiker*in sind dabei Pflicht.



Weiterbildung Shiatsu-Lehrer*in (GSD)

In den ersten sieben Praxisjahren als Shiatsu-Lehrer*in nach Anerkennung durch die GSD soll die Arbeit an der eigenen Professionsentwicklung als Lehrende durch mindestens 120 Stunden Weiterentwicklung resp. 40 Stunden Supervision (oder Kombination davon) nachgewiesen werden.


Bei Interesse schicke ich Ihnen gerne genauere Informationen zu.